Aktuelle Termine:

 

25.07.17 Topical Island Poetry Slam in Leipzig // Beyerhaus

 

13.07.17 Talent-Show in Leipzig | Pool Garden

 

11.07.17 Lesebühne Pinzette vs. Kneifzange in Leipzig | Beyerhaus

 

07.07.17 Westslam Open Air in Leipzig | Robert-Koch-Park

 

27.06.17 Lesebühne Kunstloses Brot in Leipzig // Beyerhaus

 

24.06.17 Lesung auf dem Literaturfestival JuLi im Juni in Weimar | Projekt EINS

Der Schüttelreim ist eine Reimform, bei der die (Anfangs-)Konsonanten der letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht werden. Er stellt somit eine Sonderform des Doppelreims dar (die letzten beiden betonten Silben jeder Zeile reimen sich). Beispiel: „Er schüttelte die Klapperschlang', / Bis ihre Klapper schlapper klang.“ (Quelle: Wikipedia)

Im Frauenrausch

 

Man sollte nicht um alte Liebe trauern -

viel lieber bald auf neue Triebe lauern,

den Lichtkegel auf andre Weiber legen

(natürlich nicht nur ihrer Leiber wegen).

 

Auf geht‘s, ich muss kurz auf den Zettel stieren -

dort schrieb ich welche mich im Städtel zieren:

Zum Beispiel lässt sich die Schakline bitten,

auch wenn so manche durch die Biene litten.

 

Und viele blieben an der Heidi kleben,

weil diese ständig muss ihr Kleidi heben.

Genauso wie - Mensch, ist die Rieke schnittig!

Sogar die Schwester, ja, die schnieke, ritt‘ ich.

 

Zu haben ist die dicke Sarah leichter,

im Kopf indes die schicke Lara seichter.

Es bilden sich um Josefine Scharen,

da muss man halt auf andrer Schiene fahren.

 

Ich lach mich scheckig bei Susannes Witzen,

solange wir in einer Wanne sitzen.

Und auf die doch recht lahme Ellen wart‘ ich.

Dafür kommt sie dann ruck - und wellenartig.

 

Zum Schlafen, nachts, da trägt Marlene Kleider -

was soll’s, darauf besteht die Kleene leider.

Dafür darf ich das Kleid von Rena lichten

und später dann mein Bett für Lena richten.

 

Ich möchte aber auch Mareike hegen.

Bald tut sich sogar was für Heike regen.

Und willst du die blutjunge Frauke haben,

dann musst du ihren Boss, den Hauke fragen.

 

Man sollte also nicht um Liebe trauern -

geradewegs auf neue Triebe lauern!

Doch bald wird sich die Lust auf Weiber legen,

du merkst, du liebtest nicht der Leiber wegen.

 

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(Aus: "Der Teddy mit den losen Kulleraugen"

Reines Feiern/ Feines Reihern

 

„Auf Partys will ich motzen, küssen

und nicht andauernd kotzen müssen!“

Doch will man durch den Tranke tauen,

muss man sich erst zur Tanke trauen

 

und später, über helle Weizen,

empor des Rausches Welle heizen;

Absinth von Wänden, Decken schlürfen -

man wird ja wohl noch schlecken dürfen.

 

Doch bald, da tut der Schädel winken,

entpuppt sich so als Wedelschinken:

Man muss sich fast vergammeln sehen

und will sich erst mal sammeln gehen,

 

den Kopf in eine Schüssel recken,

vielleicht auch mal den Rüssel checken,

doch nichts von einer Schale wissen,

wo alle wie die Wale schissen.

 

Man will auf saub‘re Schalen zielen,

in Dekolletés beim Zahlen schielen

und nicht andauernd kotzen müssen:

„Auf Partys will ich motzen, küssen!“

 

(Das lass ich auch den Diener wissen,

doch der tut meine Wiener dissen:

„Du hast da was - der lose Hänger,

der schwenkt schon aus der Hose länger.“)

 

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(Aus: "Ein Suppenkasper gibt den Löffel ab")